Jahresausstellung Münchener Künstlergenossenschaft

Künstlergenossenschaft

malerei • grafik • skulptur
Ausstellung vom 29.08.2009 bis 27.09.2009


Die 1868 entstandene Münchener Künstlergenossenschaft war die erste Gruppe bildender Künstler in Bayern, die bald weltweiten Ruhm erlangen sollte. In ihrer heutigen Form stellt sie die Fortsetzung der „Münchener Schule" dar, zu deren Vertretern so berühmte Maler wie Spitzweg, Leibl, Liebermann, Wopfner, Wenglein, Stuhlmüller und viele andere aus der Zeit der Jahr hundertwende zählten. Wir, die Nachfolgenden, sind uns einig in dem Bemühen, die alte Tradition der Münchener Künstlergenossenschaft mit solidem handwerklichem Können fort zusetzen.

Die Pflege der Tradition bedeutet für uns aber nicht die stete Wiederholung des Althergebrachten und das Verharren in einer vergangenen Welt. Vielmehr wollen wir die Erfahrungen unserer Vorgänger nutzen und bewährte Erkenntnisse nicht nur bewahren sondern auch weiter entwickeln. Unser Ziel ist es, durch unsere Bilder und Plastiken das Erlebnis der heutigen Umwelt dem Betrachter in einer klaren Sprache mit zuteilen. Wir glauben damit eine Kunst zu schaffen, die in unserer Zeit, in der die Meinungen über den Begriff „Kunst" oft weit auseinander gehen, ihre volle Gültigkeit hat. Auf diese Weise versuchen wir ein möglichst breites Publikum zu erreichen, wie es das Anliegen der Künstler aller Zeiten war. In der aktuellen Ausstellung im Haus der Kunst sind 139 Künstler mit 331 Werken vertreten.

Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung der Münchener Künstlergenossenschaft werden auch vier Werke des Malers Michael Lassel gezeigt. Der 1948 im nordsiebenbürgischen Ludwigsdorf geborene, heute in Fürth lebende Künstler gilt als Meister der Trompe-l’oeil-Malerei. Gemäß Definition ist das „Trompe-l’oeil“ (französisch „Augentäuschung“) eine spezifische Art des Stilllebens, bei der die Gegenstände so naturgetreu gemalt sind, dass sie dem Betrachter im ersten Augenblick als real erscheinen. Lassel nennt seine Kunst „Trompe-l’oeil-réalité“. Sein „Turm zu Babel“ wurde unlängst im British Museum gezeigt.